Showcase-05

Ergebnisse der Arbeitskreissitzung vom 21.04.2016

Die Arbeitsschwerpunkte der letzten Monate wurden vorgestellt.

Herr Lothmann berichtete über

  • den Datensammeltag am 20.2.2016, 10 – 16 h im Keyenberger Pfarrheim:. Leider war die Resonanz aus der Bevölkerung nicht groß. Frau Schüller berichtete, dass sie in Kuckum Material nur auf persönliche Rücksprache hin bekommen habe. Wahrscheinlich führt der persönliche Kontakt zu den Bürgern in den Orten zu besseren Erfolgen.
    Der Tag habe aber gezeigt, dass die Bearbeitungsstruktur für die Ortschaften sinnvoll ist. Metadaten auf einem Blatt für die Dateien festzuhalten, ist zu aufwendig. Besser ist der direkte Eintrag in die Foto-Metadaten, etwa durch die kostenlose Software Bridge CC von Adobe. Über die Stichpunktfunktion lassen sich Bilder und andere elektronische Daten sofort zuordnen. Hier ist wichtig, sich auf vordefinierte Stichwörter, die sich an unserer Struktur orientieren können, zu einigen.
  • die Erstellung eines Antrags an den Landschaftsverband Rheinland (LVR): Dr. Kühn vom LVR hatte in Vorgesprächen bekundet, dass ein Antrag auf Fördergelder des LVR realistische Chancen habe, befürwortet zu werden. Der Antrag musste bis zum 31.03.2016 in einer bestimmten Form der Kreisverwaltung Heinsberg als für uns zuständige Mitgliedskörperschaft vorgelegt, dort befürwortet und bis zum 30.04.2016 an den LVR weitergeleitet werden. Landrat Pusch hatte im Vorfeld in einem Gespräch zwischen Herrn Merkens und Herrn Lothmann zugesagt, den Antrag zu unterschreiben. Der Heimatverein legte den Antrag der Kreisverwaltung rechtzeitig zur Genehmigung vor.
    Sollte dem Antrag stattgegeben werden, so darf unser Projekt, das nur für den LVR-Antrag auf die Braunkohleabbaugebiete beschränkt wurde, ab 01.01.2017 beginnen und muss nach 2 Jahren beendet sein.
    Bei der Antragstellung ist besonders die Archivierung des Materials zu beachten. Der LVR legt auf diesen Punkt besonders Wert. Mit der Stadt Erkelenz wurde vereinbart, dass sie die Archivierung unterstützt und dafür sorgt, dass die Daten erhalten bleiben.

Herr Finken berichtete in diesem Zusammenhang über seinen Besuch beim offenen Tag der Archive in der Abtei Brauweiler. Die endgültige Archivierung digitaler Inhalte sei ein noch nicht gelöstes Problem. Ein landesweites Archiv befinde sich im Aufbau. Unter danrw.de können Teilaspekte bereits eingesehen werden. Regeln für die Archivierung hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bereits aufgestellt. Daher ist es für unsere Arbeit unabdingbar, von vornherein die Archivierung der Daten bei der Speicherung mit in den Blick zu nehmen.

Weitere Fördermöglichkeiten etwa über die Sparkassenstiftung, Region Aachen, Stiftung NRW sind bereits angedacht. Die Befürwortung der Anträge hängt nach Aussage der Institutionen von der Begutachtung durch den LVR ab.

Herr Finken berichtete über das von ihm und Herrn Kroner erstellte Pflichtenheft und Realisierungskonzept. Darin sollen unsere Vorstellungen zum Konzept des Arbeitskreises möglichst genau festgelegt werden. Die Aufstellung dient zum einen als Grundlage für Ausschreibungen, zum anderen dem Arbeitskreis zur Präzisierung der Ziele und Vorgehensweise, so dass die Arbeit im Arbeitskreis unabhängig von bestimmten Personen gewährleistet ist.

Frau Vogt stellte erste Entwürfe für das Aussehen der Webseite vor und erläuterte sie.
Sie fasste das Gespräch des Arbeitskreises mit RWE und deren Historiker Dr. Staatz zusammen. RWE möchte den Arbeitskreis durch die Freigabe der historischen Daten, die Dr. Staatz für alle Abbauortschaften ermittelt, unterstützen. Dazu sollen für die jetzt anstehenden Abbauortschaften ab September dieses Jahres Zeitzeugenbefragungen stattfinden. Der Arbeitskreis wird Mitbürger bitten, an den Gesprächen teilzunehmen. Wir machten allerdings in den Gesprächen mit RWE und Dr. Staatz deutlich, dass die Augenzeugengespräche für den Arbeitskreis keine historische, sondern eher eine anekdotische Bedeutung haben. Frau Vogt wies noch einmal berechtigt darauf hin, dass der Arbeitskreis sich nicht von RWE-Power vereinnahmen lassen darf. Herr Minkenberg schlug vor, Zeitzeugengespräch mit Kamera und Mikrofon aufzunehmen. Eine Beratung des Arbeitskreises zur Durchführung von Interviews  durch journalistisch geschultes Personal wäre sinnvoll. Wer kennt Journalisten, die uns da helfen könnten?

Herr Maraite erklärte seine 3D-Objekte auf sketchfab.com. Interessant sind in diesem Zusammenhang die aus Luftaufnahmen erstellten 3D-Objekte, die es erlauben, durch die einzelnen Straßenzüge zu gehen. Die Aufnahme von Borschemich wurde anhand von Aufnahmen der Kreisverwaltung gemacht. Der Kreis Heinsberg stellt solche Luftaufnahmen zur Verfügung. Sie müssen vom Heimatverein beantragt werden. Herr Maraite wird dazu die erforderlichen Daten dem Arbeitskreissprecher mitteilen. Aus der Diskussion über 3D-Objekte entstand eine neue Untergruppe, die sich mit 3D-Objekten und deren Umsetzung beschäftigt.

Herr Moos stellte das Kugelpanorama der Kuckumer Kirche vor. Hier müssen noch historische Texte zu den Einzelobjekten erstellt werden.

Aus den dargestellten Arbeiten in den letzten Monaten entwickelten sich folgende Aufgaben für die nächste Zeit:

  • Präzisierung des Pflichtenheftes (Leitungsteam)
  • Überlegungen zur stichhaltigen Begründung der im LVR-Antrag nur kurz skizzierten Inhalte (Leitungsteam)
  • Arbeit im neuen Unterschuss „3D-Objekte“, dem die Herren Finken, Maraite, Voormanns, Moos, Radermacher angehören.
  • Organisation der Augenzeugenberichte (Frau Schüller und die Herren Franke und Lothmann).
  • Um genauer die Fähigkeiten und Interessen der AK-Teilnehmer einschätzen  und gezielt Personen zur Mitarbeit ansprechen zu können, beschloss der Arbeitskreis, dass jedes Mitglied Herrn Lothmann in den nächsten 14 Tagen mailen soll, wie er sich gerne im Arbeitskreis einbringen möchte und wo seine Interessenschwerpunkte liegen. Herr Lothmann erstellt eine Liste mit diesen Angaben bis zur nächsten Sitzung, die an die Mitglieder weitergereicht wird. Wer hier nicht genannt werden möchte, soll dies mitteilen.
  • Herr Moos erinnerte daran, dass zur Veröffentlichung von Medien die Genehmigung der Urheber vorliegen muss. Herr Lothmann zeigte einen Entwurf einer solchen Vollmacht. Herr Minkenberg und Herr Moos erklärten sich bereit, einmal den Inhalt dieser Vollmacht zu untersuchen. In der nächsten Sitzung wird diese Vollmacht dem Arbeitskreis vorgestellt.
  • Herr Lothmann schlug vor, sich im Abstand von etwa 3 Monaten zu treffen. Wenn einzelne Arbeiten vorher anliegen, so sollen kompetente und interessierte Mitglieder per Email informiert und zur Mitarbeit eingeladen werden. Dem stimmte der Arbeitskreis zu.
  • Um die Kommunikation zu vereinfachen, wird ein Auftritt des Heimatvereins bei Facebook angeregt. Dies soll noch diskutiert werden.

Die nächste Sitzung findet am Donnerstag, dem 07.07.2016, 19:00 h, im Pfarrhaus in Kuckum statt.