Zwischenbericht des Arbeitskreis-Leitungsteams

Bericht des Leitungsteams „Virtuelles Museum der verlorenen Heimat“

Seit Sommer 2015 arbeitet nun der Arbeitskreis „Virtuelles Museum der Verlorenen Heimat“, und Sie werden sich fragen, wann denn nun der virtuelle Auftritt konkret startet. Wir möchten Ihnen und euch einen kurzen Überblick zum Stand der Arbeit geben.

Zusammenarbeit mit dem LVR Rheinland:

Eine unserer wichtigsten Aufgaben in den beiden Jahren war es und ist es noch, unser Vorhaben zu finanzieren, weil auch ein virtuelles Museum nicht ganz kostenlos ist. Dazu haben Sponsoren einen guten Teil beigetragen. Wir haben aber auch öffentliche Stellen um finanzielle Unterstützung gebeten. Der Landschaftsverband Rheinland gewährte uns Anfang dieses Jahres eine Anschubfinanzierung von 50.000 €, die uns ein weiteres gutes Stück voranbringt. Außerdem sagt er uns eine große Unterstützung im Bereich Archivierung zu.

Um unsere Inhalte zu archivieren, haben wir mit dem Landschaftsverband Rheinland eine Zusammenarbeit mit der Plattform Kuladig.de vereinbart. Hier können die Kultur- und Landschaftsobjekte der Orte eingegeben werden. Über eine Schnittstelle können dann die Daten auf unsere Plattform übernommen werden.

Wer sich Kuladig anschauen möchte, kann dies unter dem folgenden Link

https://www.kuladig.de/ .

Hier wird auch eine Android-App angeboten. Unter dieser App können unsere Eingaben jederzeit (nach Freigabe durch den LVR) eingesehen werden.

Ein weiterer Link ist auch interessant:  https://alltagskulturen.lvr.de/

Die Eingabemasken der Plattform Kuladig.de sind nicht ganz einfach zu verstehen bzw. auszufüllen. Ein Mitarbeiter des LVR hat uns eingewiesen, aber die Praxis der konkreten Eingaben zeigt dann doch erst die Schwierigkeiten, mit denen man kämpfen muss. So gibt es nicht nur eine Eingabemaske für Text und Medien, sondern zwei auf verschiedenen Plattformen. Außerdem können nur Bilder als zusätzliche Medien eingegeben werden.

Wir werden deshalb für einige Datenbereiche eigene Eingabeoberflächen entwickeln lassen. Die Firma Minkenberg gestaltet LVR-konforme Eingabemasken, so dass unsere Inhalte von Kuladig direkt übernommen werden könnten. Aber eine Übernahmemöglichkeit der Aufnahme von Daten anderer Plattformen in Kuladig ist dort erst in der Planung. Diese Möglichkeit würde uns evtl. eine doppelte Eingabe der Inhalte ersparen.

Die Verhandlungen mit dem LVR waren und sind zeitaufwendig, da die Mühlen der Verwaltung langsam mahlen.

Die Vorteile der „doppelten“ Eingabe liegen in der Archivierung der Daten beim Landschaftsverband. Wir brauchen uns um Aktualisierung bzw. Kompilierung von Formaten nicht zu kümmern.

Die Nachteile liegen in der zum Teil doppelten Eingabe und Verwaltung unserer Daten. Die Eingabemasken arbeiten mit einem System, das von modernen Internetexplorern nicht mehr unterstützt wird. Die Medieneingabe ist zurzeit auf Bilder beschränkt. Panoramen und 3D-Darstellungen müssen auf unserer Plattform gesondert erfolgen.

Entwicklung der Plattform „Virtuelles Museum“

Im Vorfeld der Plattformentwicklung haben wir eine Menge Zeit damit verbracht, uns konkrete Vorstellungen zu unserer Plattform zu machen. Dabei hat uns die Firma Minkenberg mit ihrem Knowhow entscheidend unterstützt. Das Konzept ist fertig. So konnte auf Basis unseres Lastenheftes von der Firma Minkenberg ein Konzept entwickelt werden, das Grundlage der Entwicklung der Plattform wird. Bei der Entwicklung zeigte sich, dass die Gesamtkonzeption doch wesentlich aufwändiger wird als ursprünglich gedacht, so dass wir uns zu einem stufenweisen Aufbau der Plattform entschlossen haben. Bereits die erste Ausbaustufe soll interaktiv und intuitiv mit den Inhalten umgehen können, so dass die Geschichte der einzelnen Ortschaften interessant und unter verschiedenen Sichtweisen abrufbar ist. Gedacht ist im weiteren Verlauf an eine explorative, spielerische und fachliche Darstellung der Inhalte. Vor allem soll aber auch die Umsetzung innovativer Technologien für alle möglichen Geräte ermöglicht werden. Die Plattform muss bereits jetzt dafür die Voraussetzungen schaffen.

Zurzeit verhandeln wir in Zusammenarbeit mit Dr. Gotzen und Günther Merkens mit der Firma Minkenberg über die genauen Vertragsmodalitäten. Der Vertragsabschluss steht kurz bevor. Achtet bitte auch auf die örtliche Presse.

Sponsoren

Oben habe ich bereits erwähnt, dass das Projekt doch teurer wird als erwartet. Deshalb müssen wir weiter daran arbeiten, dass uns Sponsoren unterstützen, um unser Museum zu einem innovativen und interessanten Produkt zu  machen. Der Landschaftsverband sponsert uns mit einem Anschubbudget von 50.000 €. Evtl. ist hier auch noch ein Folgevertrag möglich. Wir stehen in Verhandlung mit der Sparkassenstiftung, der NRW-Stiftung, dem Kreis Heinsberg, der Stadt Erkelenz. Private Sponsoren unterstützen uns bereits jetzt kräftig. Es können aber gerne auch noch weitere Sponsoren hinzukommen. Auch da hat die Firma Minkenberg prima Ideen, wie man auf der Plattform Sponsoren positionieren und damit die Werbewirksamkeit verbessern kann.

Wissenschaftliche Mitarbeit

Die korrekte Darstellung der Historie unseres Stadtgebietes ist sehr anspruchsvoll. Wir werden deshalb wissenschaftliche Unterstützung in Anspruch nehmen. Herr Prof. Dr. Kümper von der Uni Mannheim, der bereits die Bauxchronik für den Heimatverein bearbeitete, unterstützt uns hier in der Auswahl und inhaltlichen Zielsetzung. Voraussetzung zur Einstellung ist, dass wir das Geld für eine wissenschaftliche Kraft aufbringen können.

Um das Projekt auch inhaltlich weiterzubringen, schlägt er ein Symposion zum Thema „Geschichtliche Darstellung im Internet“ vor, das voraussichtlich im Herbst durchgeführt werden soll.

Weiteres Vorgehen

Sie/Ihr sehen/seht, dass das Projekt „Virtuelles Museum“ zurzeit so weit gediehen ist, dass es an die konkrete inhaltliche Arbeit gehen kann. Und dabei kann uns jedes Heimatvereinsmitglied unterstützen. Konkret heißt das:

  • Wer hat Lust, das Leitungsteam bei der Eingabe von Daten zu unterstützen?
  • Wer möchte uns bei der Recherche nach Texten speziell zur Geschichte der Abbauorte, aber auch schon anderer Orte helfen?
  • Wer hat Spaß daran, Artikel und Texte für die Darstellung auf der Plattform zusammenzufassen?
  • Wer hat Lust, unser umfangreiches Angebot an Medien zu durchforsten und Inhalte für Kuladig und unsere Plattform auszuwählen?
  • Wer möchte sich an der Sponsorensuche beteiligen?

Auch wenn der Internetauftritt noch nicht steht, waren wir, wie man dem Bericht entnehmen kann, nicht untätig und wir hoffen, die Grundlagen für die eigentliche inhaltliche Arbeit bald geschaffen zu haben. Wir sind zuversichtlich, zur Jahreshauptversammlung unser „Virtuelles Museum“ mit ersten Daten zu den Ortschaften vorstellen zu können. Unsere Arbeit richtet sich jetzt zunehmend auf die Inhalte des virtuellen Museums. Auch hier ist noch viel zu tun. Unterstützt uns bitte auch dabei!

Wolfgang Lothmann                                                                         Günther Merkens

Sprecher des Arbeitskreises                                                                    Vorsitzender